Mit Hilfe des Elektrokardiogramms lassen sich vor allem Störungen des Herzrhythmus erkennen. Besteht bei Ihrem Tier der Verdacht auf eine solche Erkrankung, können wir die EKG-Untersuchung sofort vornehmen – sie dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und kommt ohne Narkose aus.
Wann ein EKG sinnvoll ist
- Bei Kollaps oder plötzlicher Schwäche ohne erkennbare Ursache
- Bei unregelmäßigem oder auffällig langsamem beziehungsweise schnellem Puls
- Bei Leistungsschwäche, Husten oder Atemnot
- Zur Vorbereitung einer Narkose bei Risikopatienten
- Zur Verlaufskontrolle bei bekannter Herzerkrankung und unter Herzmedikation
EKG und Herzultraschall gehören zusammen
Das EKG beurteilt die elektrische Aktivität, der Ultraschall die Struktur und Funktion. Ein Tier kann ein völlig unauffälliges EKG und trotzdem eine fortgeschrittene Klappenerkrankung haben – und umgekehrt. Für eine belastbare Einschätzung kombinieren wir deshalb in der Regel EKG, Herzultraschall mit Doppler und Blutdruckmessung. Mehr zur Kardiologie
Ablauf
Ihr Tier liegt oder steht ruhig, die Elektroden werden mit Klemmen an der Haut befestigt. Das ist nicht schmerzhaft, aber ungewohnt – deshalb nehmen wir uns die Zeit, dass sich der Patient vorher beruhigt. Ein aufgeregtes Tier liefert kein verwertbares EKG.
Häufige Fragen
Tut ein EKG weh?
Nein. Die Elektroden werden nur an der Haut befestigt, es fließt kein Strom ins Tier. Die meisten Patienten halten problemlos still.
Braucht mein Tier dafür eine Narkose?
Nein, ein EKG wird immer am wachen Tier geschrieben – eine Narkose würde das Ergebnis sogar verfälschen.
Mein Hund hat ein Herzgeräusch. Reicht ein EKG?
Meist nicht. Ein Geräusch entsteht durch Strömung, das beurteilt der Herzultraschall. Das EKG ergänzt die Untersuchung um den Rhythmus.
