Ultraschall und Sonographie mit Doppler

Die Ultraschalluntersuchung ist auch in der Tiermedizin längst Standard und kaum noch wegzudenken. Vor allem bei Erkrankungen der inneren Organe, bei Herzerkrankungen und bei Tumorverdacht liefert sie Erkenntnisse, die kein anderes Verfahren so liefern kann.

Farbdoppler

Neben einem herkömmlichen Ultraschallgerät verfügt die Praxis über einen Doppler. Damit lassen sich Blutfluss, Gefäß- und Herzveränderungen darstellen – etwa undichte Herzklappen, Verengungen oder Kurzschlussverbindungen. Für die Beurteilung einer Herzerkrankung ist das der entscheidende Baustein.

Typische Fragestellungen

  • Bauchorgane: Leber, Milz, Nieren, Blase, Darm, Nebennieren
  • Herz: Klappenfunktion, Herzmuskel, Größenverhältnisse
  • Tumorverdacht und Suche nach Metastasen
  • Ungeklärte Bauchschmerzen, Erbrechen, Gewichtsverlust
  • Trächtigkeitskontrolle
  • Ultraschallgestützte Punktionen zur Probenentnahme

Schonend für den Patienten

Die Untersuchung erfolgt komplett schmerzfrei und in aller Regel ohne Narkose. Meist genügt es, das Fell an der Untersuchungsstelle zu scheren, damit der Schallkopf Kontakt bekommt. Viele operative Eingriffe lassen sich dadurch vermeiden – und diejenigen, die nötig sind, deutlich besser planen und vorbereiten.

Für eine Untersuchung der Bauchorgane sollte Ihr Tier möglichst nüchtern sein und vorher nicht mehr Wasser lassen – eine gefüllte Blase und ein leerer Magen verbessern die Bildqualität erheblich.

Häufige Fragen

Muss mein Tier für den Ultraschall nüchtern sein?

Für die Bauchorgane ja – ein leerer Magen und eine gefüllte Blase verbessern die Bildqualität deutlich. Für einen Herzultraschall ist das nicht nötig.

Wird mein Tier dafür geschoren?

An der Untersuchungsstelle in der Regel ja. Das Fell wächst vollständig nach; ohne direkten Hautkontakt ist keine verwertbare Aufnahme möglich.

Kann man im Ultraschall Tumoren sicher erkennen?

Der Ultraschall zeigt Veränderungen sehr gut, unterscheidet aber nicht zuverlässig zwischen gut- und bösartig. Dafür ist meist eine ultraschallgestützte Probenentnahme nötig.

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